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Service-Level-Agreementsin
der IT (Grundlagen)
Die Informationstechnologie
ist in den letzten Jahren einerseits zunehmend
komplexer und für IT-Manager schwerer beherrschbar
geworden, andererseits durch Standards zunehmend
transparenter und scheinbar vergleichbarer geworden.
Der IT-Kunde erwartet, dass die Einführung für
neue Lösungen und Anwendungen möglichst in immer
kürzeren Einführungszeiten erfolgen sollen.
Das Verhältnis zwischen der IT und ihren Anwendern
wird vermehrt faktenbasiert, deshalb werden
für die Kommunikation zwischen IT- Kunden zunehmend
Service-basierte Kennzahlen herangezogen. Zudem
ist die IT durch Standardlösungen in allen Bereichen,
horizontal als auch vertikal, zunehmend modularer
geworden. Um die IT besser darzustellen und
die einzelnen „Module“ besser zu steuern, eigenen
sich sogenannte Service-Level-Agreements (SLA)
und Service-Level-Management-Prozesse (SLMP).

Der Begriff der Service-Level-Agreements
(SLA) ist inzwischen ein weitverbreiteter Begriff.
Er wird z.B. häufig im Rahmen von Outsourcing
Beziehungen verwendet. Ein Service-Level-Agreement
(SLA) ist eine Vereinbarung zwischen einem Servicegeber
und einem Servicenehmer, die die verhandelten
Service-Levels für ein IT-Dienstleistungspaket
beschreiben.
Mit der Nutzung von Service-Level-Agreements
(SLA) werden die folgenden Zielsetzungen und
Verbesserungen angestrebt:
-
Definition von zu erfüllenden Zielen
-
Mit Service-Levels kann die Leistungsfähigkeit
des Servicegebers besser dargestellt werden
- der Servicegeber wird transparenter und
vergleichbar

-
Die Leistungen des Servicegebers werden
besser abgrenzbar
-
Klare Vorstellungen von Verantwortlichkeiten
und Anforderungen für Servicegeber und Servicenehmer
(mit Hilfe einer Verantwortungs- und Aufgabenabgrenzungsmatrix)
-
Service-Levels dienen zur kontinuierlichen
Optimierung der Zusammenarbeit zwischen
Servicegeber und Servicenehmer
-
Planungsgrundlage für die Zukunft
Service-Levels allein genügen
nicht. Service-Level-Management Prozesse sind
aufzubauen, um den Service auch bewusst zu leben!
Service-Level-Management bedeutet:
Service-Level-Management ist ein kontinuierlicher
Prozess der nicht nach dem Einführungsprojekt
abgeschlossen ist.
In welchen Anwendungsfällen können SLA´s
und Service-Level-Management Prozesse aufgebaut
werden?
Grundsätzlich können folgende generelle Anwendungsfälle,
für die es unterschiedliche Zielsetzungen für
den Einsatz von Service-Level-Management gibt,
unterschieden werden: 
-
Zwischen IT und Fachseite
-
Innerhalb der IT
-
IT und externe Dienstleister (Outsourcing
Partner)
-
E-Commerce Firmen und -zulieferer
-
Call Center Organisationen
-
Application Service Providing Firmen
Die ersten drei Anwendungsfälle- ein kurzer
Überblick:
IT und Fachseite: Aufbau von Service-Level-Management
Prozessen als neue IT-Kompetenz 
Werden zwischen den IT-Einheiten
und den IT-Anwendern (den Servicenehmern) Service-Level-Agreements
vereinbart, so soll die IT i.d.R. im Unternehmen
besser positioniert werden. Auch bei internen
IT-Ausgründungs-Partnerschaften kann es zweckmäßig
sein, Service-Level-Agreements als Instrument
der Transparenz über IT-Leistungen einzusetzen.
Der Kunde soll zum ”Empfänger und Mitgestalter
von IT-Services” vorangetrieben werden. Der
Prozess hat Priorität gegenüber den Service-Level-Kennzahlen.
Die IT muß ihre Produkte und Dienstleistungen
bei ihren Kunden verkaufen. Der IT-Anwender
soll sich als Kunde fühlen.
Service-Levels innerhalb der IT
Die kundenorientierten Service-Level-Agreements
zwischen der IT und ihren Kunden sind innerhalb
der IT weiter zu spezifizieren. D.h. wurden
zwischen Application Management, User Help Desk
etc. und anderen IT-Schnittstellenbereichen
einerseits und deren Kunden andererseits Service-Levels
vereinbart, sind die dort definierten Service-Levels
in den verschiedenen IT-Bereichen wie Systems
Management, Network Management etc. in IT-internen
Kunden-Lieferanten-Beziehungen weiter zu verfeinern.
Die IT-internen Service-Level-Agreements dienen
dazu, die zwischen der IT und ihren Kunden abgestimmten
Service-Levels sicherzustellen und in Hinblick
auf Machbarkeit zu verifizieren. Die internen
Service-Levels können dann soweit weiterentwickelt
werden, dass von den kundenorientierten Service-Levels
bis hin zu systemspezifischen und diagnostischen
Service-Level-Kennzahlen heruntergebrochen werden.

Die Service-Levels innerhalb
der IT können dann im Zielvereinbarungssystem
integriert werden. Abbildung 1 verdeutlicht
die Anwendungsbereiche von Service-Level-Agreements
Service-Level-Management als Grundlage
für eine Outsourcing-Beziehung
Werden Service-Levels für
das Managen und Steuern im Verhältnis zu einem
Outsourcing-Partner angewendet, so stellen die
Service-Level-Agreements die vertragliche Festlegung
der zu erbringenden Leistungen vom Outsourcing-Partner
für seinen Auftraggeber. Die Service-Level-Agreements
müssen in diesem Fall juristisch unangreifbar
formuliert werden. Für die vollständige Identifikation
aller Service-Levels des Outsourcing-Bezugsbereichs
ist eine Verantwortungs- und Aufgabenabgrenzungs-Matrix
(mit IT-Funktionen und den Beteiligten der IT
und vom Outsourcing-Partner) zu erarbeiten.

SLM ist längst kein Thema
mehr allein für Verträge, sondern setzt guten
Willen und eine entsprechende Servicekultur
voraus. In vielen Anwendungsbereichen, insbesondere
im E-Business, wird nicht mehr allein die Bereitstellung
der Leistungen (wie SW und HW), sondern der
Service entscheidende Wettbewerbsfaktor werden.
In der Regel sind mehrere
Dienstleister gemeinsam (interne und externe)
als Partner an der Wertschöpfung für einen Auftraggeber
beteiligt. Deshalb kann SLM auch als (partnerübergreifender)
Supply Chain Management Prozess verstanden werden.
Die Bereitstellung von Service-Levels aus der
Kundensicht (und nicht mit der Sicht einzelner
organisatorisch fragmentierter "Silos") ist
sehr kompliziert und umfangreich. 
Im über 60 Seiten umfassenden
Dokument werden u.a. folgende Kernfragen behandelt:
Gliederung
- Begriffliche Einführung
- Worauf kann aufgesetzt werden? - kurzer
Überblick
- Anwendungsmöglichkeiten
- Projekteinführungsmodell
- Verantwortungs- und Aufgabenabgrenzungsmatrix
- Wie werden SLA's beschrieben
- Service-Level Management-Prozesse
- Internet-Adressen

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